
Die Prüfung verbindet Grundstück, mögliche Wärmequelle, Gebäude, Energie-Atlas Bayern, bedingte Verfahrenswege, urbane Baustellenlogistik, Vollkosten sowie Angebot und Terminplan. Jede Stufe soll offene Annahmen sichtbar machen und durch projektspezifische Unterlagen ersetzen. Weder eine Kartenansicht noch eine Postleitzahl oder eine allgemeine Stadttypologie beantwortet, ob eine bestimmte Quelle auf einer konkreten Parzelle technisch, organisatorisch oder verfahrensseitig umsetzbar ist.
Grundstück und Stadtraum als Fragenrahmen erfassen
Die erste Bestandsaufnahme sollte fragen: Wo liegt das Grundstück innerhalb Münchens, wie dicht ist die unmittelbare Bebauung, welche nutzbaren Freiflächen sind tatsächlich verfügbar und welche Bereiche müssen dauerhaft frei bleiben? Der Prüffokus lautet, dichte Innenbereiche von größeren Randgrundstücken und vom Umland zu unterscheiden. Diese Einordnung ist jedoch nur ein Arbeitsrahmen. Sie darf weder aus der Postleitzahl noch aus dem Stadtteilnamen in eine Behauptung über Platz, Untergrund oder Zulässigkeit auf der einzelnen Parzelle umgedeutet werden. Benötigt werden ein aktueller Lageplan, nachvollziehbare Grundstücksgrenzen, die Position des Gebäudes sowie Angaben zu Zufahrt, Hof, Garten, befestigten Flächen und möglichen Arbeitsbereichen.
Danach sollte die Planung fragen, welche ober- und unterirdischen Konflikte denkbar sind. Wo verlaufen Leitungen, Entwässerung, Fundamente, Lichtschächte, Bäume, Mauern oder andere Einbauten? Welche Flächen sind Gemeinschaftseigentum, durch Rechte Dritter berührt oder nur eingeschränkt erreichbar? Welche Abstände und Schutzbereiche wären für die konkret erwogene Quellenart zu prüfen? Diese Punkte sind keine Feststellung, dass ein Hindernis vorhanden ist. Sie bilden eine Erhebungsliste, die mit Bestandsplänen, Leitungsauskünften, Ortstermin und den Angaben der zuständigen Stellen geklärt werden muss. Gerade bei dicht genutzten Flächen ist außerdem zu fragen, ob Montage, Materiallagerung und Wiederherstellung getrennt voneinander Platz finden.
Für größere Randgrundstücke oder Standorte im Umland entstehen andere Fragen, aber keine automatische Eignung. Reicht eine freie Fläche nur optisch aus, oder ist sie auch hinsichtlich Nutzung, Zugänglichkeit, Bepflanzung, Entwässerung und späterer Pflege verfügbar? Muss ein Teil während der Bauphase befahrbar bleiben? Gibt es geplante Anbauten, Garagen, Terrassen oder Gartenprojekte, die mit einer horizontalen Quelle kollidieren könnten? Die Antworten sollten in einer Grundstücksmatrix landen: belegte Information, noch zu prüfende Annahme, benötigter Nachweis und verantwortliche Schnittstelle. So bleibt erkennbar, welche Aussage vom Plan, von einer Erkundung oder von einer behördlichen Rückmeldung getragen wird.
Wärmequelle im geschlossenen Solekreis auswählen
Im betrachteten Umfang zirkuliert ein Wärmeträger in einem geschlossenen Erdkreislauf; eine offene Nutzung von Grundwasser gehört nicht zu diesem Record. Zu vergleichen sind daher nur geschlossene Quellenkonzepte, etwa vertikale oder horizontale Varianten, soweit sie für das Projekt überhaupt in Betracht kommen. Die Leitfrage lautet nicht, welche Variante in München allgemein die beste sei, sondern welche Variante nach Grundstück, Wärmebedarf, Untergrundinformation, Verfahrensweg und Baustellenzugang belastbar geprüft werden kann. Für jede Option sollte festgehalten werden, welche Eingabedaten fehlen, welche Fachplanung erforderlich ist und welches Ausschlusskriterium erst nach einer konkreten Untersuchung bewertet werden darf.
Bei einer vertikalen Quelle sollte die Fragenliste unter anderem den möglichen Ansatzpunkt, die Erreichbarkeit für Gerät und Material, die erforderliche Erkundung, die Auslegung des Kreises sowie den Umgang mit Bohr- und Spülprozessen enthalten. Bei einer horizontalen Quelle verschiebt sich der Fokus auf nutzbare Fläche, Erdarbeiten, Bodenwiederverwendung, spätere Überbauung und die dauerhafte Freihaltung relevanter Bereiche. Keine dieser Fragen beantwortet sich aus einer allgemeinen Karte allein. Auch die Bezeichnung eines Viertels erlaubt keine Aussage zu Schichtenfolge, Wasserverhältnissen, Leistung oder Bohrbarkeit des konkreten Standorts. Solche Aussagen müssen aus geeigneten projektbezogenen Nachweisen und einer fachgerechten Dimensionierung hervorgehen.
Der Variantenvergleich sollte auf demselben Gebäudelastfall beruhen und die Quelle nicht isoliert betrachten. Zu fragen ist: Welche Entzugsleistung wird für das abgestimmte System angesetzt, wie wird die Solehydraulik geplant, welche Betriebszustände werden berücksichtigt und welche Reserven sind fachlich begründet? Wie werden Verteiler, Leitungsführung, Hauseintritt, Abdichtung, Frostschutzmedium und Zugänglichkeit dokumentiert? Ein Angebot, das nur die Wärmepumpe benennt, aber die Quelle als unscharfe Pauschale behandelt, lässt wesentliche Risiken offen. Sinnvoll ist eine Entscheidungstabelle, in der technische Nachweise, offene Genehmigungsfragen, Bauablauf, Wiederherstellung und Kosten je Variante getrennt ausgewiesen werden.
Gebäude, Heizflächen und Hydraulik gemeinsam prüfen
Vor der Quellendimensionierung sollte das Gebäude als System erfasst werden. Gefragt werden muss nach einer belastbaren Heizlast, dem Zustand der Gebäudehülle, der Nutzung, den gewünschten Raumtemperaturen und der Warmwasserbereitung. Ebenso wichtig sind die vorhandenen Heizflächen und die tatsächlich benötigten Vorlauftemperaturen unter passenden Auslegungsbedingungen. Eine alleinige Ableitung aus früherem Verbrauch kann offene Einflüsse enthalten und sollte deshalb nicht unkommentiert zur Planungsgrundlage werden. Sind Sanierungen vorgesehen, braucht es einen klaren Bezugszustand: Wird die Anlage für das heutige Gebäude oder für den Zustand nach den geplanten Maßnahmen ausgelegt, und wann stehen dafür verlässliche Daten bereit?
Die nächste Fragenebene betrifft die Wärmeverteilung. Sind Heizkörper, Flächenheizungen oder gemischte Kreise vorhanden? Welche Räume erreichen mit niedrigeren Systemtemperaturen die gewünschte Behaglichkeit, und wo wäre ein hydraulischer oder baulicher Eingriff zu prüfen? Wie sind Pumpen, Ventile, Speicher, Rohrnetz und Regelung heute aufgebaut? Statt pauschal einen Austauschumfang zu unterstellen, sollte die Planung Messwerte, Berechnungen und einen dokumentierten Hydraulikplan verlangen. Auch Schall, Aufstellfläche, Kondensat, elektrische Einbindung und der Weg der Soleleitungen bis zur Inneneinheit gehören in diese Bestandsaufnahme, obwohl die Wärmequelle außerhalb des Gebäudes liegt.
Am Ende dieser Stufe sollte ein abgestimmtes Anlagenkonzept stehen, das Quelle, Wärmepumpe und Gebäude aufeinander bezieht. Zu klären ist, welche Leistung unter den angesetzten Betriebsbedingungen benötigt wird, wie ein unnötig hoher Temperaturhub vermieden werden kann und welche Regelstrategie zu den Heizkreisen passt. Welche Funktionen übernimmt ein Speicher tatsächlich, und ist seine Einbindung hydraulisch begründet? Wie werden Inbetriebnahme, Einregulierung und spätere Kontrolle vorbereitet? Diese Fragen vermeiden, dass die Erdquelle nach einer bloßen Gerätebezeichnung bemessen wird. Erst wenn Lastannahmen und Systemgrenzen transparent sind, lassen sich Quellenvarianten und Angebote sinnvoll vergleichen.
Energie-Atlas Bayern als Vorprüfung nutzen
Der Energie-Atlas Bayern kann als Einstieg in die räumliche Vorprüfung dienen. Die passende Nutzung beginnt mit Fragen: Welche Kartenebenen oder Hinweise sind für oberflächennahe Geothermie verfügbar, welchen Maßstab und welchen Aussagezweck haben sie, und welches Abrufdatum wird dokumentiert? Eine Darstellung sollte als Orientierung gelesen werden, nicht als parzellenscharfer Eignungsnachweis. Kartengrenzen, Kategorien und Hinweise müssen mit ihrer Legende verstanden werden. Ein Screenshot ohne Ebene, Maßstab, Datum und Quellenhinweis ist keine belastbare Planungsunterlage. Für das Projekt sollte deshalb festgehalten werden, welche Information aus dem Atlas stammt und welche zusätzliche Klärung daraus folgt.
Aus der Kartenprüfung kann eine Aufgabenliste entstehen: Ist eine fachliche Standortauskunft einzuholen, welche Untergrunddaten sollten beschafft werden, welche zuständige Stelle muss zum möglichen Verfahren befragt werden und welche Quellenvariante bleibt bis dahin nur eine Hypothese? Die Karte ersetzt weder einen Leitungslageplan noch eine Erkundung, Auslegung oder behördliche Bewertung. Auch ein augenscheinlich günstiger Kartenausschnitt darf nicht als Zusage formuliert werden. Umgekehrt ist ein Hinweisbereich nicht ohne Prüfung mit einem endgültigen Ausschluss gleichzusetzen. Entscheidend ist, die Reichweite der jeweiligen Information zu benennen und Unsicherheiten nicht durch werbliche Kurzformeln zu verdecken.
Für München sollte die Dokumentation den Bezug zum konkreten Grundstück sauber herstellen, ohne aus der Lage allein Tatsachen abzuleiten. Sinnvoll sind Grundstücksadresse, Kartenausschnitt, betrachtete Ebene, Legende, Datum, vorläufige Interpretation und die daraus abgeleiteten Rückfragen. Danach wird jede Rückfrage einer Quelle zugeordnet: Fachplanung, Erkundung, Eigentumsunterlage, Leitungsauskunft oder zuständige Behörde. So fungiert der Energie-Atlas Bayern als Navigationshilfe für die nächsten Prüfschritte. Die Entscheidung über eine geschlossene Solequelle bleibt dagegen an die projektbezogenen Daten, die technische Auslegung und den jeweils geklärten Verfahrensstand gebunden.
Verfahrensweg bewusst konditional klären
Der Verfahrensweg sollte nicht pauschal als genehmigungsfrei, anzeigepflichtig oder genehmigungspflichtig bezeichnet werden. Stattdessen ist zu fragen, welche Anzeige, Erlaubnis, Zustimmung oder weitere Prüfung für die konkrete Quellenart, Lage und Ausführung in Betracht kommt. Das Wasserhaushaltsgesetz und die bayerischen Informationen bilden einen rechtlichen beziehungsweise fachlichen Rahmen, ersetzen aber keine standortbezogene Auskunft. Zuständigkeit, benötigte Unterlagen, Reihenfolge und Bearbeitungsweg sollten früh bei den einschlägigen Stellen geklärt und mit Datum dokumentiert werden. Eine mündliche Vorabinformation ist als solche zu kennzeichnen; sie sollte nicht in ein vermeintlich gesichertes Grundstücksrecht umformuliert werden.
Die Unterlagenliste lässt sich als Fragenkatalog vorbereiten: Wird ein Lageplan verlangt, welche technische Beschreibung der geschlossenen Anlage ist nötig, welche Angaben zu Bohrung oder Erdarbeiten werden erwartet und welche Qualifikations- oder Ausführungsnachweise sind vorzulegen? Müssen weitere Schutzbelange, Altlastenhinweise, Kampfmittelthemen, Baumschutz, Straßenraum oder nachbarliche Schnittstellen gesondert geprüft werden? Ob ein Punkt tatsächlich einschlägig ist, bleibt bis zur konkreten Klärung offen. Genau diese bedingte Form schützt vor falschen Versprechen und hilft zugleich, fehlende Dokumente rechtzeitig in den Projektkalender aufzunehmen.
Vor einer bindenden Beauftragung sollte ein Verfahrens-Gate definiert werden. Welche Rückmeldungen müssen vorliegen, bevor Ausführungstermine bestätigt oder schwer stornierbare Leistungen ausgelöst werden? Welche Planung kann parallel erfolgen, und welche hängt zwingend von einer Standortauskunft ab? Wie wird verfahren, wenn eine bevorzugte Quellenvariante nicht weiterverfolgt werden kann? Eine dokumentierte Alternative kann sinnvoll sein, darf aber weiterhin nur den geschlossenen Sole-Wasser-Scope abbilden. Förderfragen, darunter der jeweils aktuelle Stand der KfW-Heizungsförderung, sollten separat und rechtzeitig geprüft werden; aus einer allgemeinen Programminformation folgt weder ein Anspruch noch eine Zusage für das einzelne Vorhaben.
Urbane Baustellenlogistik realistisch vorbereiten
In dichten Innenbereichen Münchens sollte die Logistik als eigener Planungsstrang behandelt werden. Die Fragen beginnen bei Zufahrtsbreite, Toren, Kurven, Tragfähigkeit, Aufstellfläche und Arbeitshöhe. Wo können Gerät, Material und Container stehen, ohne Rettungswege, Hauseingänge oder notwendige Nutzungen zu blockieren? Ist öffentlicher Straßenraum betroffen, und welche Klärungen wären dann erforderlich? Welche Arbeitszeiten, Schall- und Schmutzschutzmaßnahmen sind mit Gebäude, Nachbarschaft und ausführender Firma abzustimmen? Diese Liste behauptet nicht, dass eine bestimmte Einschränkung besteht. Sie sorgt dafür, dass ein Angebot die reale Zugangssituation nicht erst am Ausführungstag entdeckt.
Auch der Material- und Stoffstrom braucht Fragen: Wie gelangen Rohre, Verfüll- oder Bettungsmaterial und Maschinen zum Arbeitsbereich? Wo werden Aushub, Bohrgut oder Wasser aus Arbeitsprozessen entsprechend dem geplanten Verfahren aufgefangen, getrennt, geprüft oder abgeführt? Welche Flächen müssen geschützt und anschließend wiederhergestellt werden? Bei gemeinschaftlich genutzten Höfen ist zusätzlich zu klären, wer Zugänge koordiniert und welche Freigaben vor Beginn vorliegen müssen. Fotos und Maße aus einem Ortstermin sollten den Logistikplan ergänzen. Eine pauschale Position für Baustelleneinrichtung reicht nicht, wenn ihre Annahmen im Angebot unsichtbar bleiben.
Bei größeren Randgrundstücken oder im Umland kann mehr Bewegungsfläche vorhanden erscheinen, doch auch hier bleibt die Prüfung konkret. Sind Wege tatsächlich für die vorgesehenen Lasten geeignet, können weiche Flächen geschützt werden, und wie beeinflussen Witterung oder Gartenbestand den Ablauf? Muss die Nutzung des Grundstücks während der Arbeiten aufrechterhalten werden? Der Terminplan sollte Lieferung, Einrichtung, Quellenbau, Leitungsführung, Hauseintritt, technische Montage, Prüfung und Wiederherstellung miteinander verknüpfen. Für jede Schnittstelle ist festzuhalten, wer sie vorbereitet und welche Voraussetzung vor dem nächsten Schritt abgenommen wird. So wird aus einer groben Bauzeitangabe ein prüfbarer Ablauf.
Vollkosten statt Gerätepreis vergleichen
Ein belastbarer Kostenvergleich fragt nach dem vollständigen Leistungsumfang. Dazu gehören je nach bestätigtem Konzept Planung, Erkundung, Verfahrensunterlagen, Baustelleneinrichtung, Herstellung der geschlossenen Wärmequelle, Soleleitungen, Hauseintritt, Wärmepumpe, Speicher- und Hydraulikarbeiten, Elektroarbeiten, Regelung, Inbetriebnahme und Einregulierung. Zusätzlich sind Schutzmaßnahmen, Aushub- oder Bohrstoffmanagement, Wiederherstellung und Dokumentation zu berücksichtigen. Diese Aufzählung setzt nicht voraus, dass jede Position in jedem Projekt anfällt. Sie ist eine Prüfliste, anhand derer Anbieter Einschlüsse, Ausschlüsse und Bedarfspositionen sichtbar machen sollen, damit ein niedriger Gerätepreis nicht mit einem vollständigen Projektpreis verwechselt wird.
Für jede Kostenposition sollten Menge, Leistungsgrenze und Preisstatus nachvollziehbar sein. Ist die Position fest beschrieben, von einer späteren Erkundung abhängig oder nur als Reserve gedacht? Welche Annahmen gelten für Zugänglichkeit, Untergrund, Leitungsweg, Entsorgung und Oberflächenwiederherstellung? Wer trägt Mehrkosten, wenn eine ausdrücklich benannte Annahme nicht zutrifft, und wie wird eine Änderung vor Ausführung freigegeben? Statt unbelegter Pauschalbeträge braucht der Vergleich eine gemeinsame Struktur. Nur dann lässt sich erkennen, ob zwei Angebote denselben Umfang abdecken oder ob wesentliche Arbeiten in Nachträgen beziehungsweise bauseitigen Leistungen verborgen sind.
Förderung sollte nicht dazu dienen, eine unvollständige Kostenermittlung schönzurechnen. Zu fragen ist vielmehr, welche aktuelle Förderinformation für das geplante Wohngebäude relevant sein könnte, wann ein Antrag gegebenenfalls gestellt werden müsste und welche Bestätigung von welcher Stelle benötigt wird. Die Förderprüfung ist vom technischen und verfahrensseitigen Machbarkeitsnachweis zu trennen. Für die Entscheidung sollte es daher mindestens eine Vollkostensicht vor möglicher Förderung, eine Liste nicht eingepreister Risiken und eine klare Zahlungs- und Änderungslogik geben. Aussagen zu einem individuellen Anspruch oder einer Förderhöhe gehören nur in die Unterlagen, wenn sie aktuell und fallbezogen geprüft wurden.
Angebot und Kalender mit Entscheidungstoren versehen
Die Angebotsanfrage sollte allen Bietern dieselbe Projektgrundlage geben: Lage- und Gebäudeunterlagen, abgestimmter Lastfall, gewünschter geschlossener Quellen-Scope, bekannte Zugangsbedingungen sowie eine Liste offener Prüfungen. Gefragt werden sollte nach Fabrikat und Auslegung der Wärmepumpe, genauer Beschreibung der Quelle, hydraulischem Schema, Schnittstellen, Dokumentation und Inbetriebnahme. Ebenso wichtig sind explizite Ausschlüsse. Der Anbieter sollte kennzeichnen, welche Aussage auf einer vorhandenen Unterlage beruht und welche erst nach Ortstermin, Erkundung oder Behördenkontakt bestätigt werden kann. So bleibt das Angebot vergleichbar, ohne vorzeitig eine parzellenspezifische Eignung zu behaupten.
Der Kalender sollte rückwärts von einem gewünschten Betriebszeitpunkt geplant werden, aber keine festen Dauern vortäuschen, solange Verfahrens- und Lieferfragen offen sind. Sinnvolle Tore sind: vollständige Bestandsdaten, Variantenentscheidung, fachliche Auslegung, geklärter Verfahrensweg, förderbezogene Prüfung, finale Beauftragung, Baustellenfreigabe, Quellenherstellung, Gebäudemontage, Inbetriebnahme und Übergabe. Für jedes Tor werden benötigte Dokumente, verantwortliche Partei und Entscheidungskriterium festgehalten. Puffer sollten dort vorgesehen werden, wo Rückfragen, Erkundung, Koordination oder Witterung den Ablauf beeinflussen können. Erst bestätigte Termine gehören als verbindliche Meilensteine in die Ausführungsvereinbarung.
Vor Vertragsabschluss hilft eine Schlussprüfung: Sind Quelle und Gebäude auf denselben Lastfall ausgelegt? Sind Verfahren, Logistik und Wiederherstellung im Preis abgebildet? Ist klar, welche Annahme noch offen ist und welche Folge eine Abweichung hätte? Enthält die Übergabe Bestandsunterlagen, Prüfprotokolle, Regelungsparameter, Einweisung und Angaben für Betrieb sowie Wartung? Wurde für München tatsächlich zwischen dichter Innenlage, größerem Randgrundstück und Umland als Prüfsituation unterschieden, ohne daraus eine Grundstückstatsache zu machen? Wenn diese Fragen schriftlich beantwortet sind, wird die Entscheidung belastbarer und der Projektverlauf besser steuerbar.
Fragen zum Prüfpfad
Häufig gefragt
Ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe überall in München möglich?
Das lässt sich weder für München insgesamt noch aus dem Postleitzahlbereich 80331–81929 ableiten. Zu prüfen sind das konkrete Grundstück, die geschlossene Quellenvariante, Untergrundinformationen, Schutz- und Verfahrensfragen, Gebäudeanforderungen sowie der Baustellenzugang. Der Unterschied zwischen dichter Innenlage, größerem Randgrundstück und Umland dient nur dazu, die richtigen Fragen zu priorisieren. Eine belastbare Aussage entsteht erst aus projektbezogenen Unterlagen, fachlicher Auslegung und den erforderlichen Rückmeldungen der zuständigen Stellen.
Beweist der Energie-Atlas Bayern die Eignung meines Grundstücks?
Nein, er sollte als Orientierung und Ausgangspunkt für weitere Fragen genutzt werden. Zu dokumentieren sind Kartenebene, Legende, Maßstab, Abrufdatum und die vorläufige Interpretation. Daraus kann folgen, dass zusätzliche Untergrunddaten, eine Fachauskunft, eine Erkundung oder eine behördliche Klärung benötigt werden. Der Atlas ersetzt keine parzellenspezifische Untersuchung, keine technische Dimensionierung und keine Entscheidung der zuständigen Stelle. Auch ein günstig wirkender Kartenausschnitt sollte deshalb nicht als Zusage formuliert werden.
Geht es hier auch um eine Grundwasser-Wärmepumpe?
Nein. Dieser Record behandelt ausschließlich eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit geschlossenem Erdkreislauf. Eine offene Grundwassernutzung ist nicht Teil des Vergleichs. Bei der Anfrage sollte dieser Scope ausdrücklich genannt werden, damit Quellenbeschreibung, Verfahrensfragen, Kosten und Angebote nicht verschiedene Systeme vermischen. Innerhalb des geschlossenen Scopes können unterschiedliche Quellenkonzepte geprüft werden, doch ihre Eignung bleibt von Grundstück, Gebäudelast, Auslegung, Untergrundinformation, Zugang und dem konkret geklärten Verfahrensweg abhängig.
Welche Kostenpositionen gehören in ein vollständiges Angebot?
Die Prüfliste umfasst den gesamten Weg von Planung und gegebenenfalls Erkundung über Verfahrensunterlagen, Baustelleneinrichtung und geschlossene Wärmequelle bis zu Soleleitungen, Hauseintritt, Wärmepumpe, Hydraulik, Elektro, Regelung, Inbetriebnahme, Einregulierung, Dokumentation und Wiederherstellung. Welche Position tatsächlich anfällt, muss projektspezifisch bestätigt werden. Angebote sollten Annahmen, Ausschlüsse, Bedarfspositionen und Regeln für Änderungen offenlegen. Erst ein gemeinsamer Leistungsrahmen macht Preise sinnvoll vergleichbar; eine mögliche Förderung wird davon getrennt und aktuell geprüft.
Wann sollte ein Ausführungstermin fest vereinbart werden?
Ein belastbarer Termin setzt voraus, dass die entscheidenden Vorstufen ausreichend geklärt sind. Dazu zählen Gebäudedaten und Lastfall, Auswahl und Auslegung der geschlossenen Quelle, Zugang und Baustellenlogistik, Verfahrensweg, Lieferumfang, Schnittstellen sowie die gegebenenfalls relevante Förderprüfung. Der Kalender sollte Entscheidungstore und benötigte Nachweise nennen, statt offene Abhängigkeiten mit einem frühen Fixtermin zu verdecken. Verbindliche Meilensteine sind sinnvoll, sobald die dafür erforderlichen Rückmeldungen und Freigaben tatsächlich vorliegen und ihre Folgen im Vertrag abgebildet sind.
Quellen und Prüfstand
Redaktionell geprüft am 28.08.2026. Externe Stellen können Verfahren und Dokumente ändern; für das konkrete Projekt gilt stets der aktuelle Stand.